Start / Österreich / Tirol / Weißseespitze 3.498 m (Skihochtour)
26.04.2026

Weißseespitze 3.498 m (Skihochtour)
vom Brandenburger Haus

Tourendetails

Lage
Streckeninformationen
Ausrüstung
Sicherheit

Tourenbeschreibung

Weißseespitze

Wir starten am Brandenburger Haus und fahren zunächst einige Höhenmeter auf den Gletscher ab. Dort wechseln wir in den Aufstiegsmodus. Die Hochtourenausrüstung bleibt im Rucksack, da die Schneedecke auf dem Gletscher noch ausreichend tragfähig ist. Zu Beginn führt uns die Route über sanft kupiertes Gelände in einem weiten Rechtsbogen über den Gletscher. In gleichmäßiger, moderater Steigung steigen wir anschließend weiter in Richtung Gipfel der Weißseespitze auf.

Über den gepatschferner zum Gletscherbruch

Vom Gipfel fahren wir zunächst in östliche, dann in nordöstliche Richtung über den Gepatschferner in Richtung Rauhekopfhütte ab. Auf etwa 2.860 m müssen wir kurz abschnallen und ein paar Höhenmeter zu Fuß zurücklegen, bevor es weiter nordostwärts geht. In der Ferne ist bereits ein beeindruckender Gletscherbruch zu erkennen, der sich auf etwa 2.640 m noch eindrucksvoller zeigt.

Wenig später erreichen wir einen großen Steinmann – hier sollte man unbedingt rechts halten! Wir lassen uns jedoch nach links verleiten und stehen plötzlich an einer Kante ohne Weiterkommen. Aufgrund der eisigen Verhältnisse ziehen wir die Steigeisen an, steigen einige Höhenmeter wieder auf und queren weiter nach links in die Bergflanke, wo wir schließlich absteigen können. Von dort schnallen wir wieder aufs Snowboard und fahren zurück auf den Gletscher. Die linke Seite ist bereits stark ausgeapert und weist viele eisige Stellen auf, daher halten wir uns eher rechts.

Überraschendes Highlight – eine Eishöhle

Es zeigt sich einmal mehr, dass unbekanntes Gelände immer für Überraschungen gut ist: Auf etwa 2.400 m wird das Gelände durch Spalten etwas anspruchsvoller, und wir müssen zwei kurze Stufen abklettern. Kurz darauf entdecken wir eine beeindruckende Eishöhle, die wir uns näher anschauen.

Gletscherlehrpfad oder 3 km zäher Kaumgummi?

Durch eine kleine Schlucht gelangen wir wieder in offeneres Gelände und zurück auf die eigentliche Skitourenroute. Die Bedingungen sind jedoch nicht ideal: wenig Schnee und zu wenig Schwung, um die teilweise aperen Passagen flüssig zu durchfahren. Daher müssen wir immer wieder abschnallen – mit Ski wäre es hier deutlich angenehmer gewesen.

Im unteren Bereich häufen sich die schneefreien Stellen, sodass wir längere Abschnitte tragen müssen. Selbst ein erneutes Auffellen wäre hier nicht sinnvoll gewesen. Schließlich gelangen wir auf direktem Weg über die Fagge (Fluss) und durch den Fernergarten zur Straße.

Dort angekommen möchten wir den Skibus zurück zum Auto nehmen, müssten jedoch etwa 2,5 Stunden warten. Zufällig steht ein holländischer Reisebus mit freien Plätzen dort – und nimmt uns freundlicherweise mit.

Besser hätte das Timing kaum sein können.

Was ist deine Lieblingstour? Hinterlasse mir gerne unten einen Kommentar.

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