Fastdalstinden 1.275 m (Skitour)- Versuch
Tourendetails
Lage
- Ausgangspunkt: Lyngseidet, Rottenvikelva - geräumter, kostenpflichtiger Parkplatz auf ca. 124 m.
- Anfahrt planen
- Gipfel: Fastdalstinden 1.275 m
- Region: Norwegen, Lyngen Alpen
Streckeninformationen
- Bergauf /-ab: 755 hm (komplette Tour 1.137 hm)
- 2:36 Stunden
- 8,14 km (komplette Tour 18,3 km)
Einkehrmöglichkeit
- Unterwegs keine.
Ausrüstung
Sicherheit
Tourenbeschreibung
Skitour bei wechselhaftem Wetter und starkem Wind
Nachdem es zwei Tage lang heftig gestürmt hatte – laut Wetterbericht mit Böen von bis zu 124 km/h am Gipfel – war an eine Skitour zunächst nicht zu denken. Umso größer war die Hoffnung, denn laut Prognose sollte sich das Wetter heute endlich beruhigen. Der Tag begann zwar weiterhin wechselhaft mit einem Mix aus Sonne und Schneeschauern, doch wir entschieden uns trotzdem, es zu versuchen. Gegen Mittag starteten wir schließlich am Parkplatz Rottenvikelva unsere Skitour.
Beim Parken sollte man sich nicht irritieren lassen: Entlang der Straße gibt es mehrere Parkmöglichkeiten, aber man kann problemlos bis ganz nach hinten durchfahren. Allerdings sind alle Parkplätze kostenpflichtig und werden per Video überwacht – typisch für Norwegen, wo Parken schnell teuer werden kann.
Nach dem Motto „steil ist geil“
Voller Motivation nach zwei tourenfreien Tagen starteten wir unsere Tour. Vielleicht sogar etwas zu motiviert, denn wir ignorierten unser GPS und stiegen direkt durch eine steile Rinne auf. Diese Variante ist nicht unbedingt zu empfehlen, auch weil sie häufig als Abfahrt genutzt wird. Wer die Gegend kennt oder auf die Navigation achtet, nimmt besser den Wanderweg auf der linken Seite.
Nach der steilen Passage orientierten wir uns an den Strommasten, die eine gute Linie vorgeben. Das Gelände wurde zunehmend angenehmer, und die Steigung ließ nach. Auf etwa 490 Höhenmetern erreichten wir ein beeindruckendes Hochplateau mit weitläufigem, kupiertem Gelände. Von hier aus ging es weiter in Richtung Gipfel, der sich jedoch weiterhin in den Wolken versteckte. Vorbei an einem großen See näherten wir uns schließlich dem Gipfelhang auf den Fastdalstinden.
Ab etwa 560 Höhenmetern wurde der Aufstieg deutlich anspruchsvoller. Der Wind nahm spürbar zu, und auf rund 730 Metern mussten wir Harscheisen anlegen, da der Schnee stark verblasen und zunehmend eisig wurde. Gleichzeitig wurden die Böen immer stärker – wir schätzten sie auf etwa 80 km/h. Auf etwa 760 Metern war schließlich Schluss: Der Wind war zu heftig, die Sicht wurde schlechter, und ein sicheres Weitergehen war nicht mehr möglich. Wir entschieden uns daher, die Tour auf den Fastdalstinden abzubrechen.
Abfahrt – ein Genuss?!
Die Abfahrt gestaltete sich entsprechend durchwachsen. Mit schlechter Sicht ging es zurück zum Hochplateau, wo wir als Splitboarder umbauten, um uns das ständige Auf und Ab zu sparen. Für Skifahrer ist das Gelände grundsätzlich gut machbar, aber ebenfalls nicht ganz unanstrengend. Im Bereich der Strommasten wurde der Schnee wieder besser und ließ sich gut fahren, während es in der Rinne erneut eisig und bereits stark zerfahren war.
Learning des Tages: Dem Wetterbericht ist in Norwegen nicht zu trauen. Umso wichtiger ist es, flexibel zu bleiben und die eigenen Entscheidungen kontinuierlich an die aktuellen Bedingungen im Gelände anzupassen.
Was ist deine Lieblingstour? Hinterlasse mir gerne unten einen Kommentar.

















