Udaipur, die Seeenstadt

05.01.2020

Udaipur, die Seeenstadt

Fahrt von Vadodara nach Udaipur

Aufbruch in Vadodara um 2 Uhr morgens von dem Hotel. Ein Freund von Bräutigam hat uns im Hotel abgeholt und uns zur Agentur des Busunternehmens per Auto gefahren. Es gibt keine Bushaltestelle, stattdessen fährt man zu dem Verkaufsstand, denn dort fährt auch oft der Bus los. Mit den GPS Koordinaten vom Bus sowie Handynummer vom Busfahrer versucht man dann den Abholpunkt zu koordinieren. Da unser Bus spät dran war, bat uns der Busfahrer wir mögen doch bitte zur Autobahn kommen, er würde uns da auf einem Parkplatz, man könnte es auch Seitenstreifen bezeichnen, einsammeln.

Also sind wir, statt dass der Bus in die Stadt rein fährt, zu ihm raus gefahren (wir waren die einzigen Passagiere, die dort zugestiegen sind). Wir hatten einen Schlafbus, wo man entweder in eine Doppelkabine oder in eine Einzelkabine übernachten kann. Mein Tipp wäre, wenn man alleine unterwegs ist selbstverständlich die einzelne zu buchen und auch die obere wenn es tendenziell eher kalt ist. Man bekommt eine dünne Decke (wie im Flugzeug) und eine kleine Wasserflasche. Man kann es sich grob so vorstellen, als wenn man in einer Hängematte liegt, denn so wird man rum geschaukelt. zusätzlich dazu gibt es dann aber auch noch Bodenerhebungen, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu regulieren, die einen immer mal wieder hochschrecken können.

Die Fahrt dauerte ca. 6,5 Stunden, nach ungefähr 4 Stunden wurde eine Rast von 30 Minuten eingelegt, damit man in dieser Zeit entweder die Toilette aufsuchen und/oder auf ein Frühstück/Snack einnehmen konnte. Im Bus selbst gibt es keine Toilette. Da ich Probleme mit dem Margen/Darm hatte, habe ich den Busfahrer noch einige Male mehr darum gebeten am Seitenrand anzuhalten, die Kommunikation war anfangs recht schwer, weil er kein englisch konnte, aber beim zweiten und dritten Mal musste ich mich nicht mehr erklären haha.

Ankunft in Udaipur, die Stadt der Seen

Da in der Stadt selbst kein Bus erlaubt ist, aufgrund der Enge der Gassen und Straßen, wurden wir kurz vorher raus gelassen, wo wir uns ein TukTuk genommen haben. Dies hat 150 RS für drei Personen in die Stadt gekostet. Ich habe mir ein Frauen-Dorm im Banjara Hostel gebucht, welches aufgrund der weiteren Aufstockungen der Etagen einen wunderschönen Ausblick auf den Pichhola See hat, am Abend genießt man einen wunderschönen Sonnenuntergang. 

Ich fand das Hostel toll, es gab Wlan, heiße Duschen, große abschließbare Bereiche für den Rucksack/Koffer, ein Restaurant mit toller Aussicht und einen Aufenthaltsbereich. Solltet ihr in dem Restaurant essen wollen (Essen ist lecker), dann sagt, dass ihr Fremde seid, denn dann bekommt ihr statt 15% Rabatt auf Essen und Getränke 25% Rabatt, das riesen Plakat steht unten am Haupteingang des Restaurants.

In Udaipur habe ich auch ein paar Klamotten waschen müssen, diese habe ich aber nicht bei dem Hostel selbst abgegeben, sondern eine Straße weiter wurde mir ein guter Laden weiterempfohlen. Für zwei Nächte habe ich 1.562 RS in dem Hostel für ein 4-Frauen-Dorm Zimmer inkl. Frühstück bezahlt.

Stadtpalast Museum Udaipur

Der Stadtpalast in Udaipur war einst der größte Palastkomplex in Rajasthan, welcher sich über dem Pichhola See erhebt. Die Besonderheit dieses Palastes ist, dass es eher eine Ansammlung von Gebäudekomplexen ist, welche von verschiedenen Maharanas gebaut wurden und trotz allem einheitlich zusammenfügt. Viele Türme, Balkone und Kuppeln säumen das Äußere des Palastes. Der Eintritt in den Palast kostet 330 RS.

Vom Norden her betritt man den Palast durch den Bari Pol (1600 errichtet) sowie das Tripolia Gate (1725 errichtet), bestehend aus acht Marmorbögen. Im Inneren kann man wunderschöne Mosaiken, Sammlungen von Glas und Porzellanfiguren, Gemälden und Statuen, Ornamentfliesen und Spiegeln, sowie zahlreiche Gärten bewundern. Von den hohen Türmen hat man einen ganz tollen Ausblick auf den See, sowie die Stadt selbst.

Bootstour auf dem Pichhola See

Der See wurde im Jahr 1362 durch den Bau eines Damms aus gestampfter Erde geschaffen, und musste über die Jahre immer wieder ausgebessert werden. Der See sollte nicht nur zur Wasserversorgung dienen, sondern auch vor feindlichen Angriffen schützen.

Es gibt verschiedene Bootstouren, die man buchen kann, entweder durch private Betreiber (teuer) oder vom Staat unterstützt. Wir haben uns fürs Zweite entschieden, der Bootsanleger findet ihr hier: GPS Koordinaten: 24.578541, 73.682332. 

Die Bootstour hat 300 RS pro Person gekostet und dauert 30 Minuten. Man fährt am Palast vorbei, zur Insel mit dem Luxushotel, umrundet diese aber nicht, man hat nur die Möglichkeit einen Blick auf den Luxus zu werfen. Fazit: Ich fand die Bootstour gemütlich und schön die Stadt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Also würde die Tour jederzeit wieder machen. Jedoch hätte ich ungern mehr dafür gezahlt.

Die privaten Betreiber haben ihre Anlegestelle vom Stadtkern ausgesehen hinter dem Palast. Nach der Palasttour gelangt man automatisch zu dieser Stelle. Die Touren liegen preislich höher, aber man hat auch die Chance auf einer der Inseln zu kommen, um dort sehr teuer einen Kaffee und Kuchen genießen zu können. 😉

Tempel

Natürlich wollten wir in Udaipur auch den Jagdish Tempel besuchen, der sich inmitten der Altstadt befindet und einer der größten sowie meistbesuchten Hindutempel Rajasthan und ganz Nordindiens ist, welcher aus der Zeit der Mogul-Herrschaft stammt. Bevor man eintritt wird man „gebeten“ eine Spende zu zahlen. Es gibt vorgedruckte Beträge als „Passierschein“, welche man wählen kann. 

Da ich mit der Kultur und allem anderen nicht so viel anfangen kann, habe ich mich für eine Spende in der Höhe von 20 RS entschieden. Dies hatte zur Folge, dass ich mit einem Blick innerlich getötet wurde, wieso ich denn nur so wenig spenden würde, da ich weiß muss ich ja auch viel Geld besitzen. Bemerkenswerterweise haben die Bewohner aber genug Geld um den Kühen Kekse zu kaufen und denen zum Fressen vor zu werfen. Das macht mich irgendwie wütend, wie man den armen Tieren nur so schädliche Dinge zum Essen geben kann.

Drinnen zieht man wie üblich die Schuhe aus und geht entweder Barfuß oder auf Socken den Tempel entdecken, was aufgrund des Taubenkots nicht besonders angenehm ist. Der zweigeschossige Jagdish Tempel besteht aus dem Haupttempel, vier weitere Kleintempeln, welche in den Ecken der Tempelplattform angeordnet sind, sowie einem fünften, der als offener Schrein erbaut wurde. Löwen, Elefanten, Reiter, Musikanten, Tänzerinnen, Blumen oder Sterne säumen den fenster- und balkonlosen Tempel.

Einheimlische, traditionelle Tänze

150 RS

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