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04.07.2026

Weißkugel 3.739 m (Hochtour)
von Weißkugelhütte über Hintereisjoch zur Oberetteshütte

Tourendetails

Lage
Toureninfo
Ausrüstung
Einkehrmöglichkeit

Tourenbeschreibung

Aufstieg zur Weißkugel über das Hintereisjoch

Um 3:30 Uhr gibt es Frühstück, kurz darauf machen wir uns auf den Weg. Von der Weißkugelhütte steigen wir zunächst in östlicher Richtung ab, anfangs über den Lehrpfad, später weiter über Moränenhänge. Dabei sollte man sich möglichst rechts halten und die große Brücke überqueren, da der Gletscherbach am Langtauferer Ferner sonst nur schwer zu passieren ist. Anschließend steigen wir direkt über die Gletscherzunge auf. Anfangs ist das Gelände noch sanft geneigt, wird mit zunehmender Höhe jedoch steiler. Auf etwa 2.800 Metern queren wir nach links über schuttiges Gelände, um der steilen Stufe in einem Rechtsbogen auszuweichen.

Am Fuße der Langtauferer Spitze seilen wir uns schließlich an. Von hier geht es weiter hinauf bis zur tiefsten Einsattelung des Weißkugeljochs auf 3.368 Metern. Immer wieder bleiben wir kurz stehen, blicken zurück und bestaunen den eindrucksvollen Eisbruch des Vernagtferners. Obwohl wir früh unterwegs sind, brechen wir im Schnee immer wieder knietief ein, was das Vorankommen spürbar erschwert.

Für den Aufstieg zur Weißkugel gibt es mehrere Varianten, unter anderem über den Nordgrat, den Ostgrat oder über das Hintereisjoch. Wir entscheiden uns für die technisch einfachste, wenn auch etwas längere Route — die Normalroute über das Hintereisjoch. Vom Weißkugeljoch steigen wir zunächst ein paar Meter ab und halten uns anschließend auf dem Gletscher nahezu auf einer Höhenlinie in Richtung Fels. Einige Höhenmeter werden über schuttiges und felsiges Gelände zurückgelegt, bevor wir wieder den Gletscher erreichen. Richtung Hintereisjoch verlieren wir nochmals etwas Höhe und umgehen die steile Flanke des Jochs.

Auf etwa 3.530 Metern wird das Gelände noch einmal steiler. Zwei Seilschaften mit Bergführer setzen an dieser Stelle sogar eine Eisschraube. Bei unseren Verhältnissen war die Passage mit sicherem Tritt jedoch auch ohne Zwischensicherung gut machbar. Kurz darauf erreichen wir den luftigen Felsgrat, der noch einmal Trittsicherheit verlangt. Der Grat ist bei uns schneefrei und führt uns schließlich hinauf zum aussichtsreichen Gipfel der Weißkugel.

Abstieg über den Matscher Ferner zur Oberetteshütte

Vom Gipfel steigen wir zunächst wieder in Richtung Hintereisjoch ab. Anschließend führt der Abstieg über den Matscher Ferner. Auch hier brechen wir immer wieder im Schnee ein, sodass wir versuchen, möglichst geschickt über die bereits aperen Stellen zu gehen. Vom Gletscher kann man über den Weg 5A durch schuttiges Gelände zum Normalweg absteigen und sich dadurch einiges an zusätzlichem Auf und Ab sparen. Wir verpassen jedoch den Einstieg und laufen den Gletscher weiter hinunter bis auf etwa 2.900 Meter. Von dort müssen wir in südwestlicher Richtung wieder einige Höhenmeter aufsteigen. Auf rund 3.000 Metern erreichen wir schließlich die Abzweigung, an der auch die alternative Route über den Weg 5A einmündet.

Vorbei am Spaiktsee folgen wir dem beschilderten Wanderweg weiter zur Oberetteshütte. Auch hier verlieren wir noch einmal einige hundert Höhenmeter. Wer unterwegs aufmerksam bleibt, hat vielleicht das Glück, Steinböcke zu entdecken — so wie wir. An der Oberetteshütte angekommen, genießen wir den Ausblick noch einmal in vollen Zügen.

Fazit

Die Oberetteshütte ist deutlich größer als die Weißkugelhütte. Wer lieber etwas ruhiger unterwegs ist und nicht mit vielen Seilschaften gleichzeitig Richtung Weißkugel starten möchte, sollte sich gut überlegen, von welcher Hütte aus er die Tour beginnt.
te.

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"Nicht der Berg ist es, den man bezwingt, sondern das eigene Ich."

Edmund Hillary

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