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29.08.2026

Zsigmondyspitze 3.089 m (Klettern)
von der Berliner Hütte

Tourendetails

Lage
Toureninfo
Ausrüstung
Einkehrmöglichkeit

Tourenbeschreibung

Tipp vorweg: Entweder wirklich früh einsteigen und als eine der ersten Seilschaften unterwegs sein – oder so spät starten, dass möglichst niemand mehr vor einem ist. Wir hatten mehrere Seilschaften vor uns und mussten dadurch leider immer wieder sehr lange warten.

Zustieg

Von der Berliner Hütte folgen wir dem Wanderweg in nordöstlicher Richtung und steigen zunächst gemütlich in Richtung Schwarzsee auf. Der Weg ist teilweise von großen Steinplatten gesäumt und landschaftlich wirklich wunderschön. Nach etwa 1,7 Kilometern erreichen wir bei einigen Wasserläufen eine Abzweigung. Hier halten wir uns links und stehen wenig später am wunderschönen Großen Schwarzsee. Bei unserem Besuch nutzten sogar einige Bergsteiger die Gelegenheit für ein erfrischendes Bad. Hinter dem See wird der Hang kurzzeitig etwas steiler. An der nächsten Abzweigung halten wir uns erneut links und steigen weiter in nördlicher Richtung auf, vorbei am Eissee.

Auf etwa 2.740 Metern erreichen wir die Abzweigung in Richtung Zsigmondyspitze. Ab hier wird die Wegfindung etwas anspruchsvoller: Verblasste Markierungen und Steinmänner weisen zwar die Richtung, mittlerweile scheinen sich jedoch mehrere mögliche Spuren durch Blockgelände und Schotter gebildet zu haben. Hier muss wohl jeder ein wenig seinen eigenen, sinnvollsten Weg zum Einstieg finden. Wir steigen bis zur Feldscharte (.878 m auf. Von dort geht es links um einen kleinen Vorbau herum zum Einstieg am Grat.

Kletterei

Nun beginnt die eigentliche Kletterei. Über weite Strecken bewegt man sich im II. Schwierigkeitsgrad, dazu kommen einige wenige Stellen im Bereich III-/III. Der direkte Gipfelaufstieg im oberen Teil liegt bei etwa IV-/IV, die direkte Variante am Südgrat im mittleren Abschnitt bei V/V+.

    • Laut Topo ist die erste Seillänge mit 35 Metern, die zweite mit 40 Metern angegeben. Wir waren mit einem 70-Meter-Seil unterwegs und konnten beide Seillängen direkt miteinander verbinden – bei uns hat das problemlos funktioniert.
    • Besonders erwähnenswert ist die im Topo als fünfte Seillänge angegebene Passage. Dort werden etwa 45 Meter angegeben, tatsächlich ist der Abschnitt jedoch deutlich länger. Es gibt lediglich einen Bohrhaken, und die gesamte Strecke dürfte ungefähr 80 Meter betragen. Die Seilschaft vor uns war mit einem 80-Meter-Seil unterwegs. Hier sollte man auf jeden Fall ausreichend Material für eigene Zwischensicherungen dabeihaben und gegebenenfalls am laufenden Seil weitergehen.
    • Wichtig: Laut unserem Topo sollten an verschiedenen Stellen Ketten vorhanden sein. Diese haben wir so nicht vorgefunden. Daher unbedingt genügend Material für den eigenständigen Standplatzbau mitnehmen und sich nicht auf die eingezeichneten Ketten verlassen.
    • Auch beim Abstieg sind wir etwas anders vorgegangen als im Topo beschrieben. Dort waren drei Abseilstellen vorgesehen und der restliche Weg sollte abgeklettert werden. Wir haben uns insgesamt fünfmal abgeseilt, was für uns sehr gut funktioniert hat.

Gipfel & Abstieg

Am Gipfel angekommen, wird man für die Kletterei mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Der Blick reicht unter anderem zum Schwarzenstein, zur Berliner Spitze und zum Turnerkamp sowie über zahlreiche weitere Gipfel der Zillertaler Alpen. Besonders eindrucksvoll ist auch der Blick auf die verbliebenen Gletscherflächen – eine wunderschöne, zugleich aber auch nachdenklich stimmende Hochgebirgslandschaft.

Nach dem Abseilen steigen wir auf demselben Weg wieder ab und kehren schließlich zur Berliner Hütte zurück.

Was ist deine Lieblingstour? Hinterlasse mir gerne unten einen Kommentar.

"Nicht der Berg ist es, den man bezwingt, sondern das eigene Ich."

Edmund Hillary

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