Vom High Camp zum Thorung La Pass (Wanderung)

28.10.2018

Vom High Camp über den Thorung La Pass nach Jomsom

Tourendetails Thorung La Pass

Lage
Streckeninformationen
Einkehrmöglichkeiten
Beste Jahreszeit

GPS Track Thorung La Pass

Tourenbeschreibung Thorung La Pass

Geführt vom Mondschein

Wir setzen uns zum Ziel auch hier zum Sonnenaufgang oben auf dem Thorung La Pass zu stehen, so wie wir es bereits beim Tilicho See probiert hatten. Um 4 Uhr morgens gab es ein kräftigendes Frühstück und keine 20 Minuten später waren wir bereits auf dem Pfad unterwegs. Erst mit Stirnlampe, die wir aufgrund des leuchtenden Mondscheins schnell wieder in unseren Rucksack einpackten. In dem Mondschein und unter dem klaren Sternenhimmel zu wandern war so viel schöner, als sich von dem Licht der Lampe die schöne Sicht zu versauen. Es waren bereits einige Personen vor uns unterwegs, weil in der Ferne sahen wir kleine wandernde Lichtpunkte.

Der windige Weg über den Thorung La Pass

Gefühlt liefen wir im Schneckentempo den Berg hinauf, doch trotzdem überholten wir ein paar Gruppen bis nur noch eine kleine Gruppe von Porter vor uns lief. Der Himmel färbte sich langsam in den Farben des Sonnenaufgang und ein wenig später wurden bereits die ersten Gipfel angestrahlt. Ca. 10 Minuten nachdem die Sonne unsere Gesichter gekitzelt hatte, erreichten wir den Thorung La Pass!! Wow, wir waren auf 5.416 Höhenmeter! Welch ein Wahnsinn!

Es war ein unbeschreiblich tolles Gefühl nach zehn Tagen der Wanderung endlich an unserem Zwischenziel dem Thorung La Pass anzukommen. Leider konnte ich dieses Gefühl nicht zu 100% genießen, denn trotz all meiner Kleidung sowie Daunenjacke habe ich wirklich gefroren. Gerade der eisige Wind, der einem um die Ohren gesaust ist, brachte meine Zähne bildlich zum klappern.

Oben auf dem Pass gab es eine kleine Hütte, in welcher man sich ein Heißgetränk kaufen konnte. Damit wir die Zeit oben länger genießen konnten, besorgten wir uns einen Tee. Dieser war allerdings nach ein paar sehr kurzen Minuten so kalt, dass er einen nicht mehr wirklich aufgewärmt hatte. Deswegen entschieden wir uns dafür, den Abstieg anzutreten.

Ein 'Auf' und 'Ab'

Es war nicht nur ein auf und ab vom wandern, sondern auch von unseren Gefühlen. Wir hatten ein paar Missverständnisse mit unserem Porter-Guide, so dass wir Probleme bei der Planung unseres restlichen Treks bekommen hatten. Eigentlich war der Plan, dass wir eine Nacht in Muktinath bleiben, gerade nach dem frühen Aufstehen und der doch anstregenden Tour über den Pass wäre das selbstverständlich gewesen. Nicht aber für unseren Porter-Guide. Er wollte nach einer kurzen „Mittagspause“ um 10 Uhr morgens weiter bis nach Jomsom!

Frustriert von Missverständnisse und dem plötzlich Planwechsel setzten wir uns erst einmal zu Zweit hin und versuchten den restlichen Trek ohne unseren Porter-Guide zu planen. So kam es, dass wir uns Lupra als Ziel setzten, welches 10 km vor Jomsom liegt. Abgestimmt mit dem Porter-Guide machten wir uns auf den Weg durch die wunderschöne Landschaft.

Leider hatten wir in Lubra überhaupt kein Glück. Es war ein herunter gekommendes und ausgestorbenes Dorf, welches nicht viele Unterkunftsmöglichkeiten hatte. Selbst die wenigen Unterkünfte, die es gab, waren bereits alle ausgebucht. Wie genehmigten uns ein leckeres und ausgiebiges Mittagessen in der Sonne und machten uns wieder auf den Weg. Denn im Endeffekt blieb uns nichts anderes übrig, als den Weg doch noch bis nach Jomsom fort zu führen.

Durch das 'trockene' Flussbett

Die letzten 10 km unserer Tagesetappe führten von Lupra nach Jomsom durch ein halb trockenes Flussbett. Halbtrocken? Nun zur Monsumzeit ist das Flussbett so überflutet, dass man dort nicht mehr laufen kann. Trotzdem mussten wir am Anfang von einem Stein zum anderen Hüpfen um dem stellenweise kräftigen Strom auszuweichen. Auch Wasserlöcher mussten umgangen werden, wobei man hier auf Autos aufpassen musste, die ohne Rücksicht durchgefahren sind. Auf den Teilstücken, wo es eine Art Straße gab, so fern diese repariert wurde, war der Untergrund staubtrocken. Jedes Auto, welches an einem vorbei fuhr, wirbelte eine große Staubwolke auf, so dass wir froh um unser Buff waren.

Kurz vor Jomsom hat ein Einheimischer sein Auto gewaschen. Ihr fragt euch was daran spannend wäre? Nun ja, in Nepal gibt es keine Waschstraßen wie in Deutschland, stattdessen wir mit einem Eimer und einem Lappen das Auto sauber gemacht. Unten auf dem letzten Bild seht ihr, wie es gemacht wird. Als erstes Fährt man an solch eine Rinne ran und bespritzt sein Auto zunächst mit dem Wasser raus. Dann heißt es putzen. *hehe* Übrigens weiter kam bereits 20 Meer weiter die nächste Staubwolke angerollte, weil ein Laster in die Straße abgebogen ist. Mir stellt sich die Frage, wie lohnenswert diese Autowäsche ist.

Völlig platt von dem sehr langen Tag fanden wir nach einer Ewigkeit endlich eine Unterkunft. Weil wir so übermüdet waren von der kurzen Nacht zuvor, hatten wir keine Kraft mehr uns noch einem Restaurant um zusehen Deswegen endete der Tag mit Bier und Snacks im Bett.

Tipps für den Trek

Dir hat der Bericht gefallen? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden!

Und folge meinen Abenteuern auf Instagram

Welche Erfahrung hast du auf dem Annapurna Circuit Trek gemacht? Hinterlasse mir gerne unten einen Kommentar.

🤞 Verpasse keinen neuen Tourenbericht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert