Hoher Riffler 3.231 m & Realspitze 3.039 m (Skitour)

19.03.2022

Hoher Riffler 3.231 m & Realspitze 3.039 m (Skitour)

Tourendetails Hoher Riffler & Realspitze

Lage

Streckeninformationen

Einkehrmöglichkeiten

GPS Track Hoher Riffler & Realspitze

Ausrüstung & Sicherheit

Ausrüstung

Beste Jahreszeit

Sicherheit

Tourenbeschreibung

Viele Tourengeher starten am Tuxer-Fernerhaus, wir jedoch mit einer Saisonkarte fuhren mit der Gletscherbahn bis zur Gefrorenen Wand hoch und starteten den Tag erst einmal mit einer Abfahrt. Da es schon recht spät im Jahr ist, war ein Teil der Piste bereits gesperrt, so dass wir ein Stück zu Fuß zurück legen mussten. Nun aber aufs Board und über einen kurzen steilen Hang bis in die große Mulde auf 3.050 m unterhalb der gefrorenen Wand abfahren. Die Schneequalität ist durchwachsen von Sahara-Sand, Harschdeckel und verblasenen sowie windgepresstem Schnee.

Vom Skigebiet sieht der Weg und der letzte Gipfelhang recht steil aus, aber die Spur führt über schönes, kupiertes Gelände leicht aufwärts zum Schwarzbrunner-Kees. Recht schnell haben wir unsere Harscheisen drauf gemacht, denn die Spur war eisig und wir wollten unsere Kräfte sparen. Wir umrunden den steileren Gipfelhang und gelangen zum Federbettkees.

 In einem großen Rechtsbogen geht es in angenehmer Steigung zum Gipfel. Hier hat man einen grandiosen Ausblick auf die Gipfel rundherum und runter auf den Schlegeisspeicher.

Auf dem Hohen Riffler endet unsere Tour aber noch nicht, denn uns zieht es noch zur Realspitze rüber. Wir fahren über dem Federbettkees nach Nordosten zum Bodenkar ab, durch Felsen hindurch suchen wir uns unseren Weg bis auf ca. 2.730 m, wo wir erneut auffellen.

Zuerst in leichter Steigung und dann in drei steileren Spitzkehren geht es auf den Kamm zwischen Napfspitze und Realspitze. Ein paar Meter können wir noch mit den Skiern weiter gehen, müssen dann aber schon die Skier aufschnallen und den Rest des Weges zu Fuß über den Südwestgrat zurück legen. Durch den Schnee stapfend und über Felsen sowie Blockgelände geht es auf den Gipfel rauf.

Zurück am Skidepot sieht unsere Planung so aus, dass wir durch das Grierer Kar bis nach Madseit abfahren. Hört sich leicht an, wäre es theoretisch auch gewesen.

Aber manchmal kommt es anders als man denkt. Im ersten Stück haben wir uns etwas zu weit rechts gehalten, so dass wir auf felsigen Untergrund gestoßen sind. Wir mussten unsere Boards abschnallen und von dort zurück nach links queren. Der Weg war teilweise eisig-hart und dann wieder sulzig – eine Sekunde nicht aufgepasst und der Fuß ist samt dem Board, welches über die Felsen geflogen ist, abgerutscht …

Mit Stöcken gewappnet zehn Meter hochgeklettert, gequert und 100 Höhenmeter zu Fuß über einen bescheidenen Hang runter zum Splitboard gestiegen, welches von den Felsen und dem Sturz ordentlich in die Mangel genommen wurde. Mit Werkzeug und „Gewalt“ zurecht gebogen ging es runter ins Tal.

Im untersten Teil war der Schnee so sulzig und ist unter uns eingebrochen, so dass wir ständig eingespickt sind, zum Glück konnten wir die letzten 200 Höhenmeter auf einem Wanderweg zurück legen.

Erschöpft und mit dem Schock noch in den Knochen ging es mit dem Bus zurück nach Hintertux zum Auto.

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