Manang Side Trek: Gangapurna Gletscher​ (Wanderung)

23.10.2018

Manang Side Trek: Gangapurna Gletscher

Tourendetails Gangapurna Gletscher

Lage
Streckeninformationen
Einkehrmöglichkeiten
Beste Jahreszeit

GPS Track Gangapurna Gletscher

Tourenbeschreibung Gangapurna Gletscher

Ein Resultat der Klimaerwärmung?

Heute hatten wir einen Akklimatisierungstag eingelegt, sprich wir haben ein paar Höhenmeter auf einem Side Trek gemacht und sind zum Ursprungsort zurück gekehrt. In Manang gibt es einige Möglichkeiten für einen Side Trek: Ice Lake, Gangapurna Gletscher, Caves, etc. Am liebsten wären wir zu dem Ice Lake gewandert, haben es uns aber leider nicht zugetraut, weil der Aufstieg über 1200 Höhenmeter betragen. Stattdessen beschlossen wir dem Gangapurna Gletscher einen Besuch abzustatten. Der Weg dorthin verlief ein kurzen Stück durch das Dorf und dann links runter durch das Tal und auf der anderen Seite wieder rauf. In nicht einmal 30 Minuten standen wir oben auf der Moräne und schauten runter auf den türkisfarbenen See und dem stark zurück gegangen Gangapurna Gletscher bzw. auf das was davon noch übrig war.

Wir waren nicht allein...

Nach der Moräne folgten ein paar Serpentinen, die auf einen Platz mit einem Kiosk mündeten. Den Kiosk ließen wir allerdings schnell rechts liegen und folgten den Gebetsflaggen zu einem tollen Aussichtspunkt. Von hier hatte man einen super 180°-Blick in die weiten Täler hinein. Der enttäuschende Gletscher sowie die kurze Tour stimmte uns unzufrieden, so dass wir noch weiter hoch gehen wollten. Als Ziel setzten wir uns die 4.000 Meter Marke. 

Auf dem restlichen Stück unseres Weges waren wir ganz alleine, denn die anderen Touristen waren nicht so motiviert wie wir. Waren wir wirklich alleine? Nein! Uns lief eine Herde „Blue Sheeps“ über den weg. Sie heißen so, weil sie eine blaue Zunge haben. Auf knapp 4.000 Höhenmeter angekommen, befanden wir uns in einem Laubwald, wo der Wind uns nur so um die Ohren pfeifte. Da wir hier etwas verweilen wollten, suchten wir uns ein windstilles Plätzchen und machten es uns gemütlich. Die Ruhe, der Ausblick, … herrlich!

Ein positives Ergebnis

Ich hatte mich von der Uhrzeit etwas unter Druck setzen lassen, da es eine heiße Dusche nur zwischen 13 – 15 Uhr gibt. Auch wurde es immer kälter und bewölkter, so dass wir uns ca. 45 Minuten später wieder auf den Weg zurück nach Manang machten. Dort angekommen sprang ich diesmal nicht mehr voller Elan unter die Dusche, sondern fühlte vorher vorsichtig, ob das Wasser auch wirklich warm wurde. 

Enttäuscht, dass es nicht passierte, ging ich zu dem Besitzer und fragte mal nach. Er erklärte mir, dass es nur warmes Wasser gibt, wenn die Sonne scheint, und wenn ich mal raus schauen würde, war dies nicht der Fall. Stattdessen könnte ich für 200 Rupie (1,50 €) die Gasdusche benutzen. Für 1,50 €! Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, schwups waren mein Duschzeug geholt und ich genoss eine sehr heiße Dusche und war glücklich und zufrieden. 🙂

Shopping-Fieber

Nach der sehr, sehr, sehr langen und heißen Dusche, sind wir ins Dorf gegangen, weil wir noch ein paar Hygieneartikel (Toilettenpapier kostet 100 Rupie) kaufen wollten. Wir suchten auch nach frischen Knoblauch, denn das sollte bei der Akklimatisierung helfen. In einem Geschäft wurden wir dann fündig, bzw. die Besitzerin ist in ihre eigene Küche gegangen und hat uns ein paar Zehen von ihrer Knolle geschenkt. Überrascht von dieser sehr freundlichen Geste, kauften wir uns noch eine Packung Oreos für 90 Rupie, die uns auch als Mittagessen diente. Auf dem Rückweg zu unserer Unterkunft kamen wir an einem Schild vorbei: „Kino heute Abend läuft folgender Film…“. Ein Kino? Hier? Mitten in den Bergen? Das passt hier überhaupt nicht hin! 

Gefrorene Rohre

Gegen Abend wollten wir unsere Trinkflaschen auffüllen, aber die Rohre in unserem Bad waren gefroren. Auch die Toilette hat nicht mehr funktioniert. Ein eigenes Bad bringt also nicht viel, wenn die Dusche nie warm ist und die Toilette abends nicht funktioniert. Zum Glück konnten wir die Flaschen in der Küche auffüllen, während wir sehnsüchtig auf unser Abendessen gewartet hatten. Während wir in der warmen Stuba saßen, fegte draußen ein eisig-kalter Schneesturm.

Tipps für den Trek

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