Ortler 3.905 m über Hintergrat (Hochtour)

12.07.2020

Ortler 3.905 m über Hintergrat (Hochtour)

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Inhalt

Tourendetails Ortler Hintergrat

Lage

Streckeninformationen

Einkehrmöglichkeiten

GPS Track Ortler Hintergrat

Ausrüstung & Sicherheit

Ausrüstung

Sicherheit

Tourenbeschreibung Ortler Hintergrat

Zustieg zur Hintergrathüte (750 hm - 4,9 km - 1:30 Stunden)

Vom Parkplatz der Talstation der Seilbahn Sulden geht es erst einmal über einen Forstweg auf der linken Bachseite unterhalb des Lifts hoch. Auf der rechten Seite des Baches gibt es noch eine zweite Variante (Beschilderung 2a) über einen schmaleren Pfad. Nimmt man den Weg über den Forstweg erreicht man weiter oben eine Hängebrücke und hat einen tollen Ausblick auf den Wasserfall (2. Bild). Kurz danach kreuzen sich die beiden Wege von unten.

Oben auf dem Plateau sieht man Richtung Königspitze (3.859 m) und Monte Zebrù (3.740 m), ab hier folgt man der Beschilderung rechts den Pfad hinauf auf ein weiteres Plateau. Die Hintergrathütte steht rechts und links sieht man bereits das Ziel, den Hintergrat.

Hintergrathütte - Hintergrat - Ortler Gipfel (1.245 hm - 6,4 km - 4 Stunden)

Topo Verlinkung

4 Uhr morgens Abmarsch: Erst einmal geht es auf Geröll und Schneefeldern Richtung Hintergrat. Selbst im Schnee waren die Steigspuren so gut, dass wir keine Steigeisen gebraucht haben. Langsam geht die Sonne auf und die Berge werden ins erste Sonnenlicht getaucht, es ist eine super schöne Stimmung. Im einer-zweier Gelände geht es auf ca. 3.500 m, wo man dann den Felsgrat erreicht. Es gibt keine Markierungen, aber gute Steigspuren und Steinmänner, die den Weg weisen.

Nach dem ersten Eisfeld, welches wir ohne Probleme ohne Steigeisen begehen konnten, erreicht man den Signalkopf, welche man links minimal absteigend umklettert. Zurück am Grat haben wir dann das Seil ausgepackt, da nun die sehr speckige/glatte 4er Stelle kam. Oben gibt es eine Eisenkette, um welche wir doch sehr froh waren. Danach sind wir am laufenden Seil weitergegangen. Auch für das zweite Eisfeld (ca. 35 – 40°) wurden die Steigeisen nicht benötigt, Pickel haben wir allerdings ausgepackt.  😉

Wieder am Fels haben wir das Seil eingepackt und sind den restlichen Fels so hochgeklettert. Die zweite 4er Stelle im Grat war nicht so schwer wie angeschrieben. Danach geht es im recht leichten Gelände rauf zum Gipfel vom Ortler.

Abstieg über Normalweg

Vom Gipfel geht es über den oberen Ortler-Ferner Richtung Nord-Nordwesten, da die Bedingungen die letzten Tage sehr gut waren, mussten wir in diesem Sinne nur Blind der „Autobahn-Spuren“ folgen. Bei schlechter Sicht unbedingt auf die Spalten achten! 

Auf ca. 3.360 m wo die Biwakschachtel steht, geht es kurz davor links eine Flanke runter und rechts am Felsen vorbei. Weitere 150 hm tiefer an einem Felsabbruch packen wir die Steigeisen und Pickel weg und klettern am Fels eine kleine Passage an einer Kette entlang und landen zurück am Grat.

Ab dem Grat heißt es wieder klettern / abklettern. Einige Stellen kann man auch gut abseilen, aber wir haben das Seil nicht mehr hergenommen. Es kommt noch ein Teilstück, wo eine fixe Kette drin hängt, aber auch die lässt sich gut abklettern. 

Die Nordwestflanke der Tabarettaspitze wird zuerst leicht ansteigend gequert und über eine Scharte in die Nordostflanke gewechselt. Dort in wenigen Minuten zur Payerhütte wo die technischen Schwierigkeiten enden.

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