Zufallspitze, Cevedale, Monte Rosole, Palon de la Mare (Hochtour)

16.08.2020

Zufallspitze, Cevedale, Rosole, Palon de la Mare (Hochtour)

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Inhalt

Tourendetails Zufallspitze, Cevedale, Rosole, Palon de la Mare

Lage

Streckeninformationen

Einkehrmöglichkeiten

GPS Track Zufallspitze, Cevedale, Rosole, Palon de la Mare

Ausrüstung & Sicherheit

Ausrüstung

Sicherheit

Tourenbeschreibung

Eine kombinierte Tour durch Eis und Fels zum dritthöchsten Gipfel der Orterer Alpen

Hüttenanstieg

Wir sind am Rifugio del Forni, Santa Caterina Valfurva am Parkplatz gestartet. Ein Tagesticket kostet 5 €, für zwei Tage zahlt man 8 €, was wir auch gezahlt haben, da wir auf der Casatihütte übernachtet haben. Ich finde den Preis völlig vertretbar. Sollte der Parkplatz bereits komplett voll sein, muss man unten parken und man wird mit einem Hüttentaxi hochgefahren.

Vom Rifugio del Forni folgten wir den Schildern zur Casatihütte auf einem breiteren Weg, welcher auf von weiteren Hüttentaxis befahren wird, entlang grüner Wiesen, dem Bachlauf des Gletscherwassers zur Rifugio Pizzini-Frattola. Da man hier mit einem Hüttentaxi hinkommt und dieses Rifugio auch an einem Rundweg vorbei führt ist hier reger Betrieb. nach einer kurzen Trinkpause ging es dann bei uns weiter.

Der Weg ist weiterhin breit und teilweise überflutet, bis man zum steileren Stück auf einem schmaleren Pfad in Serpentinen hoch zu Casatihütte gelangt. Die Hütte sieht von außen nicht sonderlich hübsch aus, die Zimmer erinnern einen Freund von mir an Kasernen und die Betten fühlen sich eher wie Hängematten an. Das Abendessen hingegen war sehr lecker – es gab entweder eine Minestrone oder Nudeln mit Tomatensoße als Vorspeise, Polenta wahlweise mit Käse oder hauchzartem Fleisch und zu guter letzt als Nachspeise Ricotta. Das Frühstück hingegen war eben typisch italienisch – Brot, Butter, Marmelade, Nutella und ein paar Kekse.

Gipfelanstieg südliche Zufallspitze 3.757 m

 Am frühen morgen um kurz vor 6 Uhr starteten wir unsere Tour, bereits direkt an der Hütte haben wir unsere Hochtourenausrüstung angelegt und sind in der Seilschaft losmarschiert. Anfangs war es noch recht nebelig, aber dieser zog schnell ab, so dass wir einen traumhaft-schönen Sonnenaufgang beobachten könnten. Die Färbung vom Himmel war einfach wahnsinnig toll. Zuerst in der Gletscher recht flach, immer mal wieder geht es etwas steiler höher bis man unter dem Grat von der Zufallspitze und Monte Cevedale steht. Ab hier steigt man eine steile Stufe (5. Bild) rauf auf den Grat. Oben angekommen sieht man bereits links Richtung Zufallspitze (6. Bild). Ein paar Höhenmeter verlierend, steigt man diese recht bald wieder auf, quert eine große offene Spalte und kraxelt die letzten Meter über Blockgestein zum Gipfel hoch.

Gipfelanstieg Monte Cavedale 3.769 m

Von der südlichen Zufallspitze haben wir einen fantastischen Ausblick auch auf den restlichen Teil unsere Tour, diese führt auf de Monte Cevedale, über Monte Rosole zum Palon de la Mare (1. Bild). Zunächst gehen wir den Weg zurück Grat, wo wir vorher hochgekommen sind. Dann folgen wir den restlichen Grat hoch zum Gipfel des Monte Cevedale 3.769 m. Hier steht eine alte Schützhütte bzw. nur noch einige Bretter. Der Ausblick ist einfach nur ein Traum! 

Gipfelanstieg Monte Rosole 3.538 m

Auf der anderen Seite vom Monte Cevedale ging es für uns dann wieder runter (1. Bild) Richtung Monte Rosole. Unten am Fels haben wir unsere Seilschaft aufgelöst und sind ohne Seil und Steigeisen über den Felsen in der Schwierigkeit I bis II (UIAA) gekraxelt. Der Grat ist teilweise recht brüchig, so dass man aufpassen muss, was man in die Hand nimmt, bzw. wo man sich drauf stellt. Aber an sich ist er einfach zu meistern und es hat auch Spaß gemacht dort zu laufen. Wirklich ausgeschildert ist hier aber nichts, den Weg muss man an manchen Stellen bisschen suchen. 

Gipfelanstieg Palon de la Mare 3.701 m

Zu guter letzt geht es über einen Firngrat zum letzten Gipfel dieser Tour. Auf dem 1. Bild sieht man gut den Weg und auch ein paar Spuren im Schnell, allgemein konnte man auf der ganzen Tour den Spuren sehr gut folgen.

Abstieg ins Tal vorbei am Rifugio Branca und zurück zum Rifugio Forni

Im Glauben, der Abstieg ginge nun schnell ohne irgendwelchen besonderen Hindernisse zog es erstmal richtig zu als wir den Gletscher runter querten. Zum Glück hielten sich die Wolken eher oben, so dass wir dann auch schnell wieder eine bessere Sicht hatten. Auf dem 3. Bild ist zu sehen, das der Gletscher den wir querten sehr spaltenreich war, das war eher weniger spaßig, da noch einiges von Schnee bedeckt war und somit schwierig zum einschätzen. Von der Querung habe ich keine Bilder, musste mich eher auf andere Dinge konzentrieren 😉

Am Rande des Gletschers angekommen, haben wir fälschlicherweise mal wieder unsere Seilschaft abgebaut und sind über rutschigen und brüchigen Gelände abgestiegen. Als Tipp: Ihr könnte noch bis unten am Rand entlang auf dem Gletscher laufen, so spart ihr euch auch einiges an Zeit. Später müsst ihr aber wieder rechts auf die Felsen in das Gelände klettern, dort gibt es dann auch einen Pfad. Dieser ist von oben aber nicht markiert (jedenfalls haben wir keine Markierungen gefunden), uns hat ein GPS Track sehr geholfen!

Den Pfad folgt man dann runter ins Tal vorbei am Rifugio Branca und damm am Flusslauf vom Gletscherwasser zurück zum Parkplatz.

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